Persistente Kennungen (PIDs)
DocsMithilfe eines persistenten Identifikators (PID) bleibt ein digitales Objekt über eine einzige, feste Referenz dauerhaft und zuverlässig zugänglich. Selbst wenn sich die Website, die URL-Struktur oder die technische Infrastruktur in Zukunft ändern, verweist der PID weiterhin auf das richtige Objekt.
Persistente Identifikatoren sind ein wichtiger Bestandteil der nachhaltigen Verwaltung digitaler Sammlungen und helfen Organisationen, den sogenannten Link-Fäulnis vorzubeugen: Situationen, in denen Hyperlinks nicht mehr funktionieren, weil sich die zugrunde liegende URL geändert hat oder verschwunden ist.
Warum einen PID-Regler verwenden?
Webadressen können sich im Laufe der Zeit ändern. Zum Beispiel, wenn:
- Eine Webseite wird aktualisiert.
- Ein Objekt wird an einen anderen Ort bewegt.
- Die URL-Struktur wird angepasst.
- Eine Sammlung wird in ein anderes System migriert.
Wenn sich eine reguläre URL ändert, funktionieren bestehende Weiterleitungen nicht mehr.
Eine PID löst dieses Problem, da die URL selbst nicht als permanente Referenz verwendet wird, sondern als eindeutiger Bezeichner, der immer auf den aktuellen Speicherort des Objekts verweist.
Somit verbleibt Folgendes:
- Veröffentlichungen
- Forschungsberichte
- Websites
- Verknüpfte offene Daten
- Datensatzregister
- Externe Referenzen
funktionieren auch langfristig einwandfrei.
Was ist ein persistenter Identifikator?
Ein Persistent Identifier (PID) ist ein eindeutiger und dauerhafter Identifikationscode für ein digitales Objekt, Dokument, eine Beschreibung oder einen Datensatz.
Eine PID verweist nicht direkt auf eine Webadresse, sondern auf einen Datensatz innerhalb eines Resolversystems, der weiß, wo sich das Objekt befindet.
Ein PID-Regler besteht typischerweise aus drei Teilen:
- Resolver
- Präfix
- Suffix
Beispiel: https://hdl.handle.net/12345/6789
Wodurch:
- https://hdl.handle.net ist der Resolver.
- 12345 ist das Präfix der Organisation.
- 6789 ist die eindeutige Kennung des Objekts.
Wie funktioniert ein PID-Regler?
Wenn jemand eine PID öffnet:
- Die Prozess-ID (PID) wird an einen Resolver übermittelt.
- Der Resolver ermittelt den aktuellen Speicherort des Objekts.
- Der Benutzer wird automatisch auf die richtige Seite weitergeleitet.
Dadurch bleibt dieselbe PID verwendbar, selbst wenn das Objekt im Hintergrund auf eine andere URL verschoben wird.
PIDs innerhalb von KLEKSI
KLEKSI unterstützt die automatische Generierung und Verwaltung von persistenten Identifikatoren.
Dies kann die Verwendung folgender Elemente beinhalten:
- Die Standard-PID-Funktionalität von KLEKSI.
- Das international anerkannte Griffsystem.
- Vorhandene Handle.net-Implementierungen in Ihrer Organisation.
Nach der Konfiguration erhalten bestehende und zukünftige Objekte automatisch eine eindeutige PID.
Diese PID bleibt während des gesamten Registrierungszyklus mit dem Objekt verknüpft.
Arbeiten mit Handle.net
Organisationen, die das internationale Handle-System verwenden, benötigen ihr eigenes Handle-Präfix.
Nach Erhalt dieses Präfixes kann KLEKSI mit Ihrer Handle-Umgebung verknüpft werden.
Dann:
- KLEKSI konfiguriert die Verbindung mit Handle.
- Werden die erforderlichen PID-Registrierungen automatisch erstellt?
- Bestehende und neue Objekte erhalten automatisch eine PID.
- Werden Standortänderungen automatisch aktualisiert?
Folglich verweist jede PID weiterhin korrekt auf das richtige Objekt.
Bestehende PIDs beibehalten
Nutzen Sie bereits Handle.net oder eine andere PID-Implementierung?
Vorhandene PIDs können dann während einer Migration zu KLEKSI übertragen werden.
Infolge:
- Funktionieren die bestehenden Verbindungen weiterhin?
- Zuvor veröffentlichte PIDs gehen nicht verloren.
- Forscher und Nutzer müssen keine neuen Links verwenden.
Dies ist besonders wichtig für Organisationen, die bereits Referenzen in folgenden Publikationen veröffentlicht haben:
- Forschungsberichte
- Websites
- Portale zum Kulturerbe
- Datensatzregister
- Verknüpfte offene Datennetzwerke
PIDs und verknüpfte offene Daten
Persistente Identifikatoren bilden einen wichtigen Baustein für Linked Open Data (LOD).
Weil jedes Objekt eine eindeutige und stabile Kennung besitzt:
- Können Datensätze zuverlässig verknüpft werden?
- Sind Empfehlungen über einen längeren Zeitraum gültig?
- Können externe Systeme Objekte eindeutig identifizieren?
- Wurde die Austauschbarkeit der Sammlungsdaten verbessert?
Daher sind PIDs für eine nachhaltige digitale Kulturerbe-Registrierung unerlässlich.
Vorteile von PIDs
Die Verwendung persistenter Identifikatoren bietet mehrere Vorteile:
- Dauerhafte und stabile Verweise auf Objekte.
- Schutz vor Verbindungskorrosion.
- Verbesserte Datenaustauschbarkeit.
- Geeignet für Linked Open Data.
- Unterstützung internationaler Standards.
- Einfachere Verwaltung digitaler Sammlungen.
- Langfristige Verfügbarkeit von Objektinformationen.
Wichtig
Ein persistenter Identifikator verweist nicht auf eine bestimmte URL, sondern auf ein Objekt. Daher bleibt die Referenz auch dann nutzbar, wenn sich der technische Speicherort des Objekts ändert.
Durch die Verwendung von PIDs stellen Sie sicher, dass Objekte in Ihrer Sammlung auch langfristig zuverlässig auffindbar, zitierfähig und für Forscher, Kulturerbeeinrichtungen und andere Nutzer zugänglich bleiben.
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